Glarner Brückenangebote GBA

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Lernlayout nil (Nachhaltiges individuelles lernen)

 

Erwachsen werden, den Weg in die Arbeitswelt finden – beides ist nicht einfach. Übergänge sind sensible Phasen im Leben. Jungen Menschen am Ende der obli- gatorischen Schulzeit stellen sich viele Fragen: Wie geht es weiter? Was will ich? 

Wie kann ich überhaupt herausfinden, was ich will? Wo liegen meine Stärken und Schwächen? Die Brücke vom Jugend- ins Erwachsenenalter ist bisweilen ein schma- 

ler Steg. Man kann beim Überqueren abstürzen – oder aber seinen Schritt festigen.

 


NIL würdigt die Verschiedenheit

Den Jugendlichen oder die Schülerin gibt es dabei nicht. Jeder ist anders, jede ist ein- malig. NIL ist ein Lernkonzept, das der Vielfalt in einer Lerngruppe Rechnung trägt.

 

„Klettern Sie alle auf diesen Baum!“, heisst die Prüfungsaufgabe in einer Zooschule. 

Rabe und Fisch, Elefant und Affe, Zebra und Pinguin schauen sich befremdet an: wie 

soll das gehen?

 

Wir Lehrpersonen des GBA ersparen uns und unsern Lernenden solchen Stress. Wir anerkennen die Vielfalt als Realität. Mehr noch: wir sehen in der Vielfalt eine Chance

Für jeden einzelnen – und für die Gesellschaft. Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem Individualität als Wert erkannt und gewürdigt wird.


Deshalb stellt NIL stets den individuellen Lernprozess ins Zentrum. Unsere Lernenden sind vom ersten Tag an herausgefordert, sich selber zu beobachten, individuelle Nei- gungen zu entdecken, Stärken und Schwächen zu erkennen – und darüber zu sprechen und zu schreiben. Sie übernehmen die Verantwortung für ihren ganz persönlichen Lernprozess.


 

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Durch einen klaren Rahmen wird Sicherheit im Lernprozess vermittelt

Solches ist allerdings leichter gesagt als getan: regelmässig stossen wir auf Widerstand, wenn wir jungen Menschen so viel Eigenständigkeit abverlangen. Sich verstecken in der Gruppe, einer oder eine unter andern sein, normierten Anforderungen genügen – das kennen sie, das war es, was bisher Sicherheit vermittelte.

 

Und Sicherheit ist in jedem Fall unverzichtbar, wenn Lernen gelingen soll. NIL schafft sie, indem es einen klaren Rahmen setzt für die Ausgestaltung und Steuerung des individuel-  len Lernprozesses: entlang klarer Vorgaben werden Ziele geplant, Kompetenzen trainiert und erweitert sowie Fortschritte regelmässig ausgewertet.

 

Zum klaren Rahmen gehört eine spezifische Lernumgebung, in der definiert wird, was zu lernen ist (Inhalte) und wo dieses Lernen am besten gelingen kann (Orte wie zum Beispiel Inputraum oder Lernatelier). Zur Unterstützung des individuellen Lernprozesses sind neue Instrumente nötig: Kompetenzraster für die Lerninhalte und Planungshilfen für die konkre-  te Lerngestaltung. Dabei verändern sich auch die Aufgaben und Funktionen der Lehrper-   sonen: sie vermitteln nicht mehr nur Fach- und Sachinhalte, sondern fungieren vor allem auch als Lernberater und Lernbegleiterinnen.

 


Das Lernen orientiert sich an individuellen Kompetenzen

Die Lernenden sollen befähigt werden, eigene Kompetenzen und Defizite zu erkennen, sich selber angemessen einzuschätzen und anhand von Kompetenzrastern individuelle Lernziele festzulegen. Dabei geht es weder um Beliebigkeit noch um ein „Lernen nach dem Lustprinzip“. Die vorliegenden Kompetenzraster bilden Inhalte und Fächer ab, die allgemein als relevant gelten. Entscheidend sind dabei die Nähe zum konkreten Alltag 

und die Orientierung an den Ressourcen der Lernenden (nicht an ihren Defiziten). Dieser Fokus auf Alltagstauglichkeit und Potenzial ist entscheidend für die Motivation und den Lernerfolg.

 

Im ganzen Prozess stehen überfachliche Kompetenzen gleichwertig neben den fachli-   chen. Schlüsselkompetenzen wie etwa die Fähigkeit zu planen oder selbstbewusst aufzutreten werden gleichermassen trainiert, gefördert und evaluiert wie Fachwissen (Schulstoff im engeren Sinn).

 

Ziel ist es, die jungen Menschen ganzheitlich und nachhaltig fit zu machen für das Leben und zu lebenslangem Lernen zu befähigen. Das ist heute und in Zukunft mitentscheidend für den Erfolg in vielen Lebensbereichen.